Die Schweizer Wurzeln (1823–1844)


  • 1823: Geburt am 13. Februar in Wangen an der Aare (Schweiz) in eine wohlhabende Industriellenfamilie.
  • 1839: Erste große Wanderung; er beendet seine Schulzeit und geht den gesamten Heimweg nach Wangen zu Fuß – ein frühes Zeichen seiner Willenskraft.
  • 1844: Heirat mit Marie Landerer, die zeitlebens seine wichtigste Stütze und Mitstreiterin bleibt.

Die Kärntner Wende: Seebach (1845–1853)


  • 1845: Gründung einer Türkischrot-Färberei in Seebach bei Spittal. Hier beginnt Riklis Kärntner Episode, die zunächst von industriellem Gift geprägt ist.
  • 1847: Die Geburtsstunde einer Erfindung: In Seebach konstruiert Rikli sein berühmtes „Bettdampfbad“.
  • 1849: Das Nahtod-Erlebnis: Rikli wird als einziger Überlebender aus den Hochwasserfluten der Lieser gerettet. Dieses Ereignis leitet seine innere Abkehr vom rein Materiellen ein.
  • 1852: Der gesundheitliche Umbruch: Rikli erkrankt schwer an Rippenfellentzündung. Er lehnt die Schulmedizin ab, heilt sich selbst und besucht zur Kur erstmals Bled (Veldes).

Das Imperium in Bled (1854–1878)


  • 1854/55: Endgültiger Bruch mit der Industrie. Rikli siedelt nach Bled über und gründet sein „Naturheil-Institut für atmosphärische Kur“.
  • 1865: Erfindung des „Lichtluftbades“ – Rikli provoziert die Gesellschaft durch Nacktheit und radikale Naturnähe.
  • Aufstieg zum Weltkurort: Unter Rikli wandelt sich das Alpendorf Bled zu einer internationalen Drehscheibe für die gesundheitssuchende Elite.

Das Manifest in Stein: Wolfsberg (1879–1906)


  • 1879: Auf dem Höhepunkt seines Erfolges kehrt Rikli nach Kärnten zurück und erwirbt den Besitz in St. Thomas bei Wolfsberg.
  • 1886–1891: Bau der Villa Arnoldo (Villa Rikli) im florentinischen Stil. Die Villa ist ein „gebautes Manifest“: Mit ihrem Turm und den großen Fensterfronten ist sie darauf ausgerichtet, maximales Licht einzufangen.
  • 1906: Am 30. April verstirbt der „Sonnendoktor“ in seiner Villa in St. Thomas. Sein Grab befindet sich noch heute auf dem evangelischen Friedhof in Wolfsberg.

Arnold Rikli (1823-1906)

Der aus der Schweiz stammende Rikli gründete in Seebach (Seeboden) am Millstätter See in Kärnten eine Türkisch-Rotfärberei, die jedoch langfristig ein Misserfolg war. Krankheit und traumatische Erlebnisse, der es vom Industriellen zum Naturheilkundler schaffte und mit seiner innovativen „atmosphärischen Kur“ zu internationaler Bekanntheit brachte. In Veldes (heute Bled in Slowenien) baute er ein Kurimperium auf, das den Wellness-Tourismus in Veldes begründete und bis heute nachwirkt. In seinen letzten Lebensjahren zog er sich nach Wolfsberg in Kärnten zurück, wo die heute im Besitz der Stadtgemeinde befindliche Villa Rikli ein „Manifest in Stein“ seiner Heilphilosophie bildet. Folgen wir seinen Spuren.

Bild einer Person

Der Rikli-Film

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